Das Schirmspülverfahren von Gelsenwasser ermöglicht die nachgewiesene gute Reinigung und Entlüftung von großkalibrigen Leitungen bis DN800. Es können unter Umständen bessere Reinigungsleistungen als beim Molchen erreicht werden. Hingewiesen wird auf den guten Austrag von Wasserasseln. Nachteilig im Vergleich zur Wasserspülung ist die niedrige Reinigungsgeschwindigkeit von bis zu 1‘000 m pro Tag sowie der erhöhte technische Aufwand (autoklavierter Schirm + Zugseil).
In: 3R, 09/2018

Erhöhte Temperaturen in einem Trinkwassernetz (> 25 °C) in Süddeutschland wurden untersucht. Dies kann theoretisch durch chemische, physikalische und mikrobiologische Prozesse zur Verschlechterung der Trinkwasserqualität führen. Auffällig war ein Wasserturm mit betrieblich bedingt zu geringem Wasseraustausch. Geringe Fließgeschwindigkeiten und hohe Verweildauern im Verteilnetz einhergehend mit hohen Bodentemperaturen sind ebenfalls kritisch. Im zweijährigen Untersuchungszeitraum wurden an 54 bzw. 46 Tagen (Juli bis September) Bodentemperaturen über 25 °C in 0,9 m Tiefe festgestellt. In 1,5 m Tiefe wurden noch 20 °C erreicht. Einfluss des Rohrmaterials auf die Erwärmung.
In: 3R, 09/2018

Broß e.t.al., 2018 – Notfallvorsorgeplanung in der Trinkwasserversorgung.
In: energie|wasser-praxis 11/2018