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Aus Sicht eines Ingenieurs hat die Optimierung eines Rohrleitungssystems hydraulische („Hydraulic Engineering“) und
zuverlässigkeitslogische („Reliability Engineering“) Aspekte.
Die Aspekte stehen miteinander in Abhängigkeiten und haben jede für sich eine direkte Beziehung zu Kosten.
Hydraulische Optimierung umfasst Durchmesseroptimierung (stationäre Betrachtung), planerische Optimierung (stationäre Betrachtung) und betriebliche Optimierung (instationäre Betrachtung). Ein hydraulisch optimiertes System setzt an die Stelle einer undefinierten (in der Regel hohen) hydraulischen Reserve eine definierte. Die gewonnenen Freiheitsgrade werden zur Kostensenkung in Bau bzw. Erzeugung und Verteilung genutzt. Der aus stationärer Volllastsicht optimale Durchmesser (stationäre hydraulische Berechnung) und die aus betrieblicher Sicht optimale Fahrweise (Betriebs- und Regelkonzepte) sind Elemente der hydraulischen Optimierung.

Ein zuverlässigkeitslogisch optimiertes System setzt an die Stelle einer undefinierten (in der Regel sehr hohen)
Versorgungswahrscheinlichkeit eine definierte.
Auch hier sind Kosteneinsparungen das Ziel: Die gewonnenen Freiheitsgrade werden zur Senkung von
Kapital- und Betriebskosten eingesetzt.
In den deutschen Versorgungsnetzen Wasser, Gas und auch Wärme richtet sich die Aufmerksamkeit zunehmend auf den
gestiegenen Erneuerungsbedarf sowie auf die Restrukturierung.
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